Politische Positionen

Demokratisch

Seit dem Bestehen der Falken hat Falkenarbeit bedeutet, Raum zu geben für eine demokratische (Selbst-)Erziehung von Kinder und Jugendlichen. Das bedeutet in der Tradition der Falken nicht nur, dass sich unsere Angebote an Kinder und Jugendliche richten, sondern ebenso, dass unser Verband durch seine demokratische Struktur von Kindern und jungen Erwachsenen selbst gestaltet wird. So kann mensch sich ab dem 6. Lebensjahr in unserem Verband engagieren und über die Angebote und Positionen des Verbandes mitentscheiden.

 

Politisch

Wir sind ein politischer Verband. Politisch bedeutet nicht, dass wir Parteipolitik machen, sondern, dass unser Ziel als unabhängiger Kinder- und Jugendverband darin besteht, Kindern und Jugendlichen Raum zu geben in dem sie sich demokratisch erproben können und ihnen zugleich eine aktive Beteiligung an der Gestaltung politischer Prozesse in der Gesellschaft zu ermöglichen. Dazu dienen sowohl unsere demokratischen Strukturen als auch verschiedene politische Seminare in denen Kinder und Jugendliche zu unterschiedlichen inhaltlichen Themen diskutieren können.

 

Sozialistisch

Die Abkürzung „SJD“ in unserem Namen heißt Sozialistische Jugend Deutschlands. Leider wird der Begriff Sozialismus heutzutage allzu oft mit der DDR gleichgesetzt gegen die die Falken seit ihrem bestehen aktiv gearbeitet haben. Ursprünglich stammt der Begriff ebenso wie die Falken aus der ArbeiterInnenbewegung und umfasst genauso wie den Kommunismus auch die Sozialdemokratie, die sich beispielsweise im Namen der SPD wiederfindet. Grundsätzlich können sich hinter diesem Begriff ganz unterschiedliche Meinungen verbergen. Dabei zeichnet jedoch die meisten sozialistischen Ideen aus, dass sie danach streben allen Menschen ein würdiges Leben zu ermöglichen. Auch als Falken stehen wir hinter diesem Ziel, sehen uns jedoch als demokratische Gegner all derer die versuchen dieses Ziel auf undemokratische Weise durch Gewalt, Überwachung und Unterdrückung zu erreichen.

 

Emanzipatorisch

Auch dieser Begriff wird häufig lediglich mit einer sehr wichtigen gesellschaftlichen Bewegung gleichgesetzt – der Frauenbewegung. Das Wort Emanzipation kommt aus dem lateinischen und bezeichnet übersetzt ungefähr die Loslösung in die Eigenständigkeit. Doch wovon wollen wir uns loslösen? Grundlegend für diese Frage ist die Idee, dass es sich bei der Gesellschaft nicht um ein fixes, unbewegliches System handelt, sondern um einen Prozess, der aktiv mitgestaltet werden muss. Diesem Gedanken folgend kommt es jedoch an vielen Stellen in der Gesellschaft zu Verfestigungen bestimmter Machtverhältnisse. Das klassische Beispiel bietet das wirtschaftliche Kapital. Ein/e FabrikbesitzerIn besitzt eine gewisse Macht über die ArbeiterInnen, die für sie oder ihn arbeiten, da ihre Lebenssicherung davon abhängt, ob und wie viel Gehalt sie bekommen. Das kann zu Ausbeutung führen. Doch wie beispielsweise auch die Frauenbewegung gezeigt hat, können sich diese Machtverhältnisse auch anhand anderer Maßstäbe als dem wirtschaftlichen Vermögen ausdrücken. So können Menschen zum Beispiel ebenso aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Herkunft, ihrer sexuellen Orientierung oder aufgrund von körperlichen Veranlagungen wie der Hautfarbe oder bestimmter Beeinträchtigungen strukturell und individuell benachteiligt werden. Diese Benachteiligung wird Diskriminierung genannt. Für uns bezeichnet der Begriff emanzipatorisch, dass wir uns von Verhältnissen aufgrund derer Menschen diskriminiert – also anhand bestimmter Merkmale grundsätzlich schlechter behandelt – werden, loslösen möchten sowie die Loslösung von diesen Verhältnissen unterstützen und aktiv betreiben.